Neue Veröffentlichung in "Life"
Die Protein-Lysin-Methyltransferase SETD6 monomethyliert spezifische Lysinreste in einem diversen Satz von Substraten, die den zu methylierenden Lysinrest in einem hochvariablen Aminosäuresequenzkontext enthalten. Um den dieser Multispezifität zugrunde liegenden Mechanismus zu untersuchen, analysierten wir die Substraterkennung von SETD6. Unsere Daten enthüllten Präferenzen für Aminosäurereste an den Substratpositionen −1, +2 und +3 relativ zum Ziellysin. Diese Präferenzen waren jedoch abhängig von der Aminosäuresequenz und wurden zwischen verschiedenen Substraten unterschiedlich ausgenutzt, was auf eine konformationelle Variabilität der Enzym-Substrat Interaktionsstelle hindeutet. Diese Erkenntnisse dokumentieren einen variablen Modus der Peptiderkennung durch SETD6, bei dem das Auslesen jeder Substratposition von der gesamten Peptidsequenz des Substrats abhängt. Diese Erkenntnisse können die Multispezifität von SETD6 erklären, und ähnliche Mechanismen könnten der Substratauswahl bei anderen Protein Methyltransferasen zugrunde liegen.
Kontakt
Albert Jeltsch
Prof. Dr.Geschäftsführender Institutsleiter Institut für Biochemie
Sprecher EpiSignal GRK
Studiendekan Biochemie